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Germanistisches Kolloquium 


Alle Veranstaltungen finden in Raum 41/112 der Universität Osnabrück statt.


Sebastian Himstedt
(Osnabrück)
Jazz trifft Lyrik
Der Autor liest und ein freies Jazzensemble der Universität Osnabrück interpretiert seine Gedichte.
im Juni 2010

Eveline Goodman-Thau
Spuren jüdischer Identität in der deutschen Literatur
14. Juni 2010

Herbert Wiesner (Berlin)
Google und die Zukunft des Buches
Podiumsdiskussion mit dem Generalsekretär des P.E.N.-Zentrums Deutschland
(im Rahmen der P.E.N.-Tagung, 27.-30. Mai, Osnabrück)
i
m Mai 2010

Marcel Lepper (Marbach)
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach am Beispiel eines Manuskripts von Hans Robert Jauß zur ›Klassischen Moderne. Zu Berufsperspektiven eines Germanisten
22. April 2010

Kristin Bischof (Osnabrück)
Massimo Pizzingrilli (Osnabrück/Bologna)
Arnau Pons (Barcelona)
›Limen. Internationale Zeitschrift für junge Lyrik‹ (Vorstellung und Lesung)
10. Februar 2010

Prof. Dr. Frank Rexroth (Göttingen)
Narrativität und Diskursivität in der Historie in der Ära ihrer Wissenschaftlichkeit.
Am Beispiel der ›Historischen Zeitschrift‹
18. Dezember 2009

Prof. Dr. Werner Wögerbauer (Nantes)
Eine Lektüre zu mehrt: Paul Celans Gedicht ›Hafen‹
(aus dem Gedichtband ›Atemwende‹)
12. November 2009

Prof. Dr. Volker Klotz (Universität Stuttgart)
›Literaturbeamter auf Lebenszeit‹
17. Juni 2009

Daniela Danz (Halle) und Christian Filips (Berlin),
freie Autoren
Lesung eigener Gedichte
3. Juni 2009

Prof. Dr. Renate Stauff (Universität Göttingen)
›Stereotype in der Literatur - Die Franzosen sind schon von Natur aus aktiver und passionierter als wir‹
13. Mai 2009

Daniela Danz (Halle) und Christian Filips (Berlin)
Lesung eigener Lyrik
4. Februar 2009
 
Renate Stauf (Braunschweig)
›Das Schreiben der Liebe. Überlegungen zur Liebeskommunikation in Briefen‹
Vortrag am 14. Januar 2009
 
Christian Benne (Odense/Dänemark)
›Friedrich Schlegels Theorie der philologischen Polemik‹
Vortrag am 26. November 2008
 
Ulrike Hass (Duisburg-Essen)
›Lexikographie als hermeneutische Tätigkeit‹
Vortrag am 25. Juni 2008
 
Barbara Potthast (Stuttgart)
›Literatur und Tabu‹
Vortrag am 28. Mai 2008
 
Bernhard Fischer (Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs in der Klassik Stiftung Weimar)
stellt das Goethe- und Schiller-Archiv Weimar vor
am 6. Februar 2008
 
Walter Müller-Seidel (München)
›Widerstandsrecht und Tyrannenmord. Politisches Denken in Schillers Dramen‹
Vortrag am 4. Februar 2008
 
Wilfried Stroh (München)
›Latein in der Späten Neuzeit‹
Vortrag am 22. November 2007
 
Daniela Danz, Ralf Meyer und André Schinkel
Im Rahmen der ›Woche der Geisteswissenschaften‹
Dichterlesung ›Einer des andern sich wählender Fels‹
am 13. November 2007
 
Philippe Beck (Nantes)
Vom Autor auf Französisch vorgetragen, übersetzt von Tim Trzaskalik
›Populäre Gesänge. Französische Gedichte als Kommentare zu Grimms Märchen‹
Lesung am 4. Juli 2007
 
Hinrich C. Seeba (Berkeley)
›Exodus der Besten: zur Geschichte des cultural turn zwischen Germanistik und german studies‹
Vortrag am 26. Juni 2007
 
Heinrich Detering (Göttingen)
›“Singe mir ein neues Lied“ - zur Dekonstruktion und Rekonstruktion von Kunstreligion in Nietzsches Spätwerk‹
Vortrag am 24. Mai 2007
 
Thomas Bein (Aachen)
›Walther von der Vogelweide‹ (gemeinsam mit Harald Haferland)
Vortrag am 7. Februar 2007
 
Wolfgang Storch (Berlin)
›Antike Tragödie‹
Vortrag am 2. Februar 2007

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Kolloquien und Seminare

Die Kolloquien, deren Akten später publiziert wurden, sind hier nicht genannt. Vgl. Editionen und herausgegebene Schriften

1. Tanz und Literatur in der Moderne. Marbacher Symposion 13.-15.6.1997, gemeinsam mit Jean Bollack (Paris), Gabriele Brandstetter (Basel), Bettina Milz (Stuttgart) und Johannes Odenthal (Berlin)

2. Forschungsseminar ›Interpretation und Kritik‹ / Interprétation et critique›, gemeinsam mit Pierre Judet de La Combe (Kooperation von Deutschem Literaturarchiv Marbach und Maison des Sciences de l'Homme/CNRS, zweimal jährlich, seit 1999)

3. Reden und Schreiben über Literatur – Zur Physiognomie der Literatur in Westdeutschland 1945 – 1960, 13.-15.11.2003, Deutsches Literaturarchiv, DFG-Symposion (mit Reiner Niehoff), hervorgegangen aus einem Marbach-Stipendien-Programm (gemeinsam mit Wilfried Barner, Göttingen), an dem sechs Nachwuchswissenschaftler teilgenommenen haben; mit zwei vorbereitenden Arbeitstagungen im August und Oktober 2000

4. Sommerschule Literaturwissenschaft in Marbach, 11.–31.7.2003 sowie 15.7.–31.8.2005, Deutsches Literaturarchiv gemeinsam mit der Universität Stuttgart, dem DAAD und dem Center for German and European Studies (University of Wisconsin/Madison und University of Minnesota/Minneapolis)  

5. ›Literatur und ihre Theorie – zu Werk und Wirkung von Peter Szondi‹, veranstaltet von Christoph König und Gert Mattenklott im Literaturhaus Berlin, 24. und 25. Juni 2005 (dort auch Vortrag über den im September 2005 erscheinenden Briefwechsel zwischen Peter Szondi und Paul Celan, Suhrkamp Verlag, unter dem Titel ›Machtfragen‹)

6. Peter Szondi-Kolleg, für den wissenschaftlichen Nachwuchs in der Germanistik, ab Mai 2006 halbjährlich an der Universität Osnabrück, mit der Unterstützung des DAAD und des FB Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Osnabrück. www.peter-szondi-kolleg.de 

7. Symposion ›Das Potential Europäischer Philologien. Geschichte, Leistung, Funktion‹, 25.-28.4.2007, Universität Osnabrück (gefördert durch die VolkswagenStiftung) www.europaeische-philologien.de

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Das Mythische und das Dichterische

Lyrikwerkstatt mit der Autorin Daniela Danz

Was den literarisch und den wissenschaftlich Schreibenden verbindet, ist, daß beide zuerst einmal gute Leser sein müssen. Jeder Text, den sie genau und mit dem Sinn für das ihm Eingeschriebene lesen, ist ihnen ein Lehrmeister. Und was könnte umgekehrt das Lesen besser schulen, als selbst um einige der Schwierigkeiten des Schreibens zu wissen.

Wintersemester 2009/10

Daß das Verschwiegene besonders in der Lyrik eine ebenso große Rolle  spielt wie das Geschriebene, wird jeder bestätigen, der sich mit Lyrik beschäftigt. Das Verschwiegene ist im Gegensatz zur Stille etwas nur ad negativum Erkennbares, nämlich als das Gegenteil von Sprache, bzw. als ein ihr innewohnender Kontrast.

So, wie man behaupten könnte, daß Musik nur eine Anordnung von Tönen um Pausen ist, könnte man auch Sprache als eine Umzingelung durch Schweigen, also von den Konturen her, betrachten. Wo genau findet es sich, dieses Schweigen in einem Text und welche Wirkung hat es? Das Seminar soll dazu anregen, sensibel für die Leerstellen in eigenen Texten zu werden und beim Lesen von anderen Texten auf das Nichtgeschriebene zu achten.

Die Lyrikwerkstatt findet jedes Semester statt, weitere Hinweise unter www.ifg.uni-osnabrueck.de 

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Symposion

Symposion ›Das Potential Europäischer Philologien. Geschichte, Leistung, Funktion‹, 25.-28.4.2007, Universität Osnabrück (gefördert durch die VolkswagenStiftung). In diesem Rahmen Vortrag: Epenzwang. Ästhetik und Mythologie als philologische Fragen

Vom 25. bis 28. April 2007 fand an der Universität Osnabrück ein Symposion über ›Das Potential Europäischer Philologien‹ statt: Vertreter von einundzwanzig philologischen Fächern, die sich alle der Sprachen und ihren Literaturen annehmen, reflektierten mit Mitteln der Wissenschaftsgeschichte über ihre Fächer und deren politische Aktualität. An den Beratungen waren Philologien unterschiedlicher Größe beteiligt: Das Spektrum reichte von der Bulgaristik zur Baskologie, von der Literaturwissenschaft zur romanistischen Linguistik, von der Anglistik zur Skandinavistik. In einem öffentlichen Vortrag sprach der EU-Kommissar für Mehrsprachigkeit Leonard Orban über die Frage ›Can language diversity help create a European identity?‹ - eine Podiumsdiskussion galt der Zukunft der Philologien und ihrer Sprachen. Das Gelingen des Gesprächs, fachintern und mit dem Vertreter der Europapolitik, bestätigt die Annahme eines philologischen Kerns der Fächer bzw. einer allen gemeinsamen Problematik, und das Gelingen zeigt auch, daß in diesem Kern politisches Potential schlummert. Diesem Potential gilt die Osnabrücker Erklärung (pdf-Datei, dreisprachig, öffnet neues Fenster).

siehe auch www.europaeische-philologien.uni-osnabrueck.de

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Fortbildungsprojekt 

›Mehr Licht! - Das Abenteuer Germanistik im Spannungsfeld zwischen Schule und Universität‹, Kooperation mit Stadt und Landkreis Osnabrück (Dr. Susanne von Garrel)

Das Programm ›Abenteuer Germanistik‹ richtet sich an Schüler und Lehrer aus Stadt und Landkreis Osnabrück, die ein besonderes Interesse an der Literatur und an sprachlicher Gestaltung haben. Einblicke in Methoden und Gegenstände der germanistischen Literaturwissenschaft werden angeboten. Im Semesterwechsel finden jeweils eine Herbstakademie statt, die Schülern innerhalb eines Tags Zugang zu Seminaren und Vorlesungen eröffnet, und ein Workshop für Lehrer, der ein Werk der deutschen Literatur in den Mittelpunkt der Interpretation rückt. ›Abenteuer Germanistik‹ ist eine gemeinsame Veranstaltung des Instituts für Germanistik der Universität Osnabrück (Leitung Prof. Dr. Christoph König) mit der Kreisstellungsbeauftragten Dr. Susanne von Garrel. Die Stadt Osnabrück ist Partner des Projekts.

  • 14.04.2009
    Schülerakademie - ›Abenteuer Germanistik‹
    Zimeliensaal der Bibliothek der Universität Osnabrück,
    Alte Münze 14-16, 49074 Osnabrück.

  • 8.5.2007
    Workshop für Lehrer über ›Das lyrische Werk Rilkes‹

  • Herbstakademie für Schüler am 1.11.2007; Programm: eine Vorlesung über Friedrich Schiller (Prof. Dr. Wolfgang Adam), Führungen durch die Universitätsbibliothek (Kristin Bischof und Michael Woll, Hilfskräfte bei Prof. König), ein Seminar über die Märchen der Brüder Grimm (Mark-Georg Dehrmann, M.A.) eine Vorlesung über die Klassische Moderne (Prof. Dr. Christoph König)

  • Seminar für Lehrer über Thomas Manns Roman ›Der Zauberberg‹

 

  

Ausstellung

Engführungen - Peter Szondi und die Literatur

November 2004 bis April 2005 im Deutschen Literaturarchvi Marbach und Mai bis Juni 2005 im Literaturhaus Berlin. Zur Eröffnung dort am 27. Mai sprachen Ulrich Raulff, Christoph König und Andreas Isenschmid. 

www.literaturhaus-berlin.de  

Wie die Dichtung das Leben voraussetzt, so auch ihre Interpretation - doch nicht jede Lebensform eignet sich dafür. Peter Szondi (1929-1971) hat Paul Valérys Aphorismus ›Die Syntax ist eine Fähigkeit der Seele‹ übersetzt und sich zu eigen gemacht: Die Genauigkeit regiert, und gerade indem Szondi diskret auftrat und schrieb, konnte er persönlich sein. Der subjektive Ernst bestimmt seine Interpretationen und macht ihn zu einer Leitfigur der Literaturwissenschaft bis heute. Szondi entkam der Ermordung der ungarischen Juden durch die Nationalsozialisten nur knapp: Aus Bergen-Belsen wurde seine Familie 1944 in die Schweiz gerettet. Sein erstes Buch ›Die Theorie des modernen Dramas‹ (1956) machte ihn berühmt, er widmete sich nun dem ›Tragischen‹ und der Kunstphilosophie der Romantik, vor allem aber Friedrich Hölderlin, Paul Celan und französischen Dichtern. Früh wurde Szondi an die Freie Universität Berlin berufen und stritt ›1968‹ für die institutionellen und politischen Grundlagen seiner Philologie - doch das intellektuelle Zentrum des Engagements lag außerhalb. Das zeigen die Briefe mit seinen Freunden Paul Celan und Jean Bollack, Theodor W. Adorno und Gershom Scholem. Der Erkenntniskraft dieser Engführungen gilt die Ausstellung.

Zur Ausstellung in Marbach erschien das Marbacher Magazin 108/2004: Engführungen - Peter Szondi und die Literatur. Von Christoph König unter Mitarb. von Andreas Isenschmid. Etwa 96 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschiert € 7,-.

 

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