Foto in Druckauflösung farbig Foto in Druckauflösung Graustufen | kompakt Prof. Dr. Christoph König Geboren 1956 in Innsbruck (Österreich). 1973/4 Student an der Dover Highschool, Delaware/USA. 1975 – 1981 Studium der Germanistik, Philosophie und Amerikanistik an der Universität Innsbruck. 1982/83 Assistant teacher am German Department der New University of Ulster, Nordirland. 1983 Promotion (sub auspiciis praesidentis rei publicae). Referendariat, zweites Staatsexamen. Assistent am Forschungsinstitut ›Brenner-Archiv‹ der Universität Innsbruck. 1986 bis 2005 Leiter der ›Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik‹ im Deutschen Literaturarchiv Marbach. 1996 Gast des Rektors am Wissenschaftskolleg zu Berlin. 1997 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin, 2000 Umhabilitation an die Universität Stuttgart. 2004 dort außerplanmäßiger Professor (apl. Prof.). Wiederholt ›Directeur d’Etudes associé‹ an der Maison des Sciences de l’Homme (Paris), Einladungen an die E.H.E.S.S. (Paris), 2003 Max Kade Distinguished Visiting Professor am German Department der University of Wisconsin/Madison. Seit Oktober 2005 Lehrstuhl für Neuere und neueste deutsche Literatur an der Universität Osnabrück. Seit 2006 Mitglied in der ›Osnabrücker Wissenschaftlichen Gesellschaft‹. Berufung an das Wissenschaftskolleg zu Berlin als Wissenschaftliches Mitglied (Fellow) für das Akademische Jahr 2008/2009.Schwerpunkte in der Lehre und Forschung: Neuere deutsche Literatur vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, Wissenschaftsgeschichte, Ästhetik und Literaturtheorie, Archivlehre. Mitwirkung in Jurys zur Vergabe von Literaturpreisen und Stipendien (Jahresstipendien des Landes Baden-Württemberg, Johann-Jacob-Christoph von Grimmelshausen-Preis, Peter-Huchel-Preis). Mitarbeit im Feuilleton der ›Frankfurter Allgemeinen Zeitung‹. Beirat H-Germanistik, Netzwerk für literaturwissenschaftlichen Wissenstransfer. Mitglied des Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (Universität Osnabrück). Akademischer Werdegang 8/2008 - 7/2009 Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin10/2005 Lehrstuhl für Neuere und neueste deutsche Literatur an der Universität Osnabrück3/2005 Ruf der Universität Osnabrück auf eine W3-Professur für neuere und neueste deutsche Literatur angenommen 11/2004 Außerplanmäßiger Professor (apl. Prof.) an der Universität Stuttgart1/2003 - 5/2003 Max Kade Distinguished Visiting Professor am Center for German and European Studies, Univ. of Wisconsin-Madison, USA; Honorary Fellow am Institute for Research in the Humanities, Univ. of Wisconsin-Madison 6/2001 Gastprofessor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (Paris) (erneut 12/2003) 5/2000 Umhabilitation an die Universität Stuttgart; Antrittsvorlesung über Goethes ›Faust II‹ 11/1997 Habilitation an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer Monographie über Hugo von Hofmannsthal; Privatdozent für Deutsche Philologie/Neue deutsche Literatur (=venia legendi) 3/1996 ›Gast des Rektors‹ am Wissenschaftskolleg zu Berlin 1992, 1993, 1995 und 1998 (jeweils zwei Monate) Directeur d’Etudes associé (Gastprofessor) an der Maison des Sciences de l’Homme (Paris) 9/1984 - 7/1985 Referendariat, abgeschlossen durch das 2. Staatsexamen 2/1983 Promotion an der Universität Innsbruck (›summa cum laude‹) 10/1975 – 12/1981 Studium der Germanistik, Philosophie und Amerikanistik an der Universität Innsbruck 9/1973 – 6/1974 Student an der Dover Highschool, Delaware, USA Beruflicher Werdegang 11/1986 - 9/2005 Leiter der Arbeitsstelle für die Erforschung der Geschichte der Germanistik im Deutschen Literaturarchiv Marbach (DLA) Forschung und Forschungskoordination zur Literatur- und Wissenschaftsgeschichte Leiter des Bereichs Allgemeine Forschungsförderung im DLA; Leiter des Programms ›Marbach-Stipendien‹ im Deutschen Literaturarchiv 1989 Gründung des Marbacher Arbeitskreises für Geschichte der Germanistik seit 1991 Begründer und Herausgeber der ›Geschichte der Germanistik. Mitteilungen‹ des Arbeitskreises (ab Heft 19, 2001 im Wallstein Verlag Göttingen) Konzeption und Organisation der Reihe internationaler Marbacher Symposien (siehe Schriftenverzeichnis) Initiator und Herausgeber des ›Internationalen Germanistenlexikons 1800-1950‹ (DFG-Projekt) Auswahl und Erwerb von Schriftsteller- und Gelehrtennachlässen im Deutschen Literaturarchiv in Eigenverantwortung (zuletzt Hans Blumenberg) Literaturausstellungen (Protest! Literatur um 1968)
9/1983 – 10/1986 Assistent am Forschungsinstitut ›Brenner-Archiv‹ der Universität Innsbruck Editionen und literarhistorische Forschungen Entwicklung von Richtlinien für die Verwaltung und wissenschaftliche Erschließung von Nachlässen in Literaturarchiven
9/1982 – 7/1983 Assistant teacher am German Department der New University of Ulster, Nordirland Lehrveranstaltungen zur deutschen Literatur und zu Deutsch als Fremdsprache
Literarisches Leben heute 1988 – 1993 Verantwortlicher Leiter des Veranstaltungsprogramms des Deutschen Literaturarchivs Konzeption des Programms: Lesungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Theateraufführungen (insgesamt 24 Veranstaltungen im Jahr) Gesprächsmoderation und Einführung (u.a. H.C. Artmann, Gerhard Rühm, Franz Hohler, Marcel Reich-Ranicki, Gerhard Zeller, Paul Angerer, Günter Kunert, Bert Papenfuß, Joseph Zoderer)
seit 1988 Mitwirkung in Jurys zur Vergabe von Literaturpreisen und Stipendien Jahresstipendien des Landes Baden-Württemberg Johann-Jacob-Christoph-von-Grimmelshausen-Preis Peter-Huchel-Preis
seit 1994 Mitarbeit im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Gutachtertätigkeit Deutsche Forschungsgemeinschaft und Österreichischer Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung Berater für das DFG-Schwerpunktprogramm: Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Deutschland im internationalen Zusammenhang im späten 19. und im 20. Jahrhundert – Personen, Institutionen, Diskurse (Rüdiger vom Bruch und Mitchel Ash) AusstellungEngführungen - Peter Szondi und die LiteraturNovember 2004 bis April 2005 im Deutschen Literaturarchvi Marbach und Mai bis Juni 2005 im Literaturhaus Berlin. Zur Eröffnung dort am 27. Mai sprachen Ulrich Raulff, Christoph König und Andreas Isenschmid. Wie die Dichtung das Leben voraussetzt, so auch ihre Interpretation - doch nicht jede Lebensform eignet sich dafür. Peter Szondi (1929-1971) hat Paul Valérys Aphorismus ›Die Syntax ist eine Fähigkeit der Seele‹ übersetzt und sich zu eigen gemacht: Die Genauigkeit regiert, und gerade indem Szondi diskret auftrat und schrieb, konnte er persönlich sein. Der subjektive Ernst bestimmt seine Interpretationen und macht ihn zu einer Leitfigur der Literaturwissenschaft bis heute. Szondi entkam der Ermordung der ungarischen Juden durch die Nationalsozialisten nur knapp: Aus Bergen-Belsen wurde seine Familie 1944 in die Schweiz gerettet. Sein erstes Buch ›Die Theorie des modernen Dramas‹ (1956) machte ihn berühmt, er widmete sich nun dem ›Tragischen‹ und der Kunstphilosophie der Romantik, vor allem aber Friedrich Hölderlin, Paul Celan und französischen Dichtern. Früh wurde Szondi an die Freie Universität Berlin berufen und stritt ›1968‹ für die institutionellen und politischen Grundlagen seiner Philologie - doch das intellektuelle Zentrum des Engagements lag außerhalb. Das zeigen die Briefe mit seinen Freunden Paul Celan und Jean Bollack, Theodor W. Adorno und Gershom Scholem. Der Erkenntniskraft dieser Engführungen gilt die Ausstellung.Zur Ausstellung in Marbach erschien das Marbacher Magazin 108/2004: Engführungen - Peter Szondi und die Literatur. Von Christoph König unter Mitarb. von Andreas Isenschmid. Etwa 96 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschiert € 7,-. |