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Lehre

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  • Vorlesungen und Seminare siehe rechts

siehe auch

 

 

 

Universität Osnabrück WISE 2009/2010

  

Seminar: Drameninterpretation - Einführung

Fr. wöchentlich 14:00-16:00, Raum 41/E08 

Im Mittelpunkt der Einführung steht ›Iphigenie auf Tauris‹ (1779/1787) von Johann Wolfgang von Goethe. Die gemeinsame Interpretation führt zu zentralen methodischen Fragen; auf diese Weise gewinnen Sie einen ersten Überblick über die germanistische Literaturwissenschaft. Zu den Fragen werden gehören: Welche Rolle spielt die Gattung und wie sind Dramentechniken zu verwenden? Wie eignet sich Goethe die antike mythologische Tradition, wie die französische Dramentradition an? Wie ist die Wirkungsgeschichte, einschließlich literarischer Adaptionen, für das Verständnis des Stückes zu nutzen? Wir werden es mit einer ›verteufelt humanen‹ (Goethe) Iphigenie zu tun bekommen.

 

Seminar: Jüdisches Selbstverständnis in der Moderne
Religionsphilosophische, germanistische und literarische Beiträge zu seiner Re-Konstruktion
Gemeinsam mit Prof. Dr. Arnulf von Scheliha, evangelische Theologie

Do. wöchentlich 10:00-12:00, Raum 41/E08

Die Bestimmung des religiösen, kulturellen und wissenschaftlichen Selbstverständnisses von Menschen jüdischen Glaubens oder jüdischer Herkunft, oder von Menschen, die jüdischen Zuschreibungen ausgesetzt waren, ist in der Moderne seit Ende des 18. Jahrhunderts besonderen methodischen Schwierigkeiten und Risiken ausgesetzt. Es gilt nicht nur, die komplexe religiöse Tradition vor dem Hintergrund sich schnell verändernder kultureller und politischer Kontexte neu zu verstehen, sondern Ausgrenzungen durch die (christlichen) Mehrheitsreligionen und –kulturen einzubeziehen. Die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts, die von dem Historiker Klaus Nowak einmal als „Explosion der Moderne“ beschrieben wurden, boten für die Formulierung jüdischer Identität besonders gute Voraussetzungen, weil die demokratische Ordnung gesellschaftliche Verkrustungen aufgebrochen hatte, die Universitätslaufbahn für Intellektuelle jüdischer Herkunft leichter zugänglich wurde und die Öffentlichkeit für geistige Innovationen offen war. Zugleich experimentierte man mit neuen Ausdrucksformen für das Suchen nach Identität. In diesem Seminar werden religionsphilosophische, literarische und germanistische Texte aus den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts zum Thema gelesen (z.B. von Martin Buber, Franz Rosenzweig, Ernst Cassirer, Alfred Döblin, Franz Kafka, Josef Roth, Stefan Zweig, Jakob Wassermann, Ludwig Geiger, Moritz Heimann, Ludwig Strauss, Georg Brandes), analysiert und kritisch diskutiert.

 

Vorlesung: Lyrik

Do. wöchentlich 18:00-20:00, Raum 41/112

Überblick über die Geschichte der Lyrik von Klopstock bis Oskar Pastior. Dem ›monarchischen‹ (Paul Valéry) Anspruch der Literatur gemäß wird in jeder Vorlesung ein einzelnes Gedicht im Mittelpunkt stehen. Dessen Individualität soll sich als Stellungnahme zu historischen, gattungsgeschichtlichen, philosophischen, literarischen und mythologischen Voraussetzungen zeigen. Die jeweilige Interpretationsgeschichte erhält einen besonderen Stellenwert: Benötigen wir die Sekundärliteratur, um Gedichte (die auch direkt zu uns sprechen) zu verstehen? Zur Vertiefung empfohlen sei mein Seminar über Rainer Maria Rilkes Zyklus ›Die Sonette an Orpheus‹ (1922).

 

Seminar: Rilkes Zyklus ›Die Sonette an Orpheus (1922)

Fr. wöchentlich 10:00-12:00, Raum 41/E08

Innerhalb weniger Wochen, im Februar 1922, schreibt Rainer Maria Rilke ›Die Sonette an Orpheus‹. Mit diesen Sonetten findet er eine völlig neue dichterische Sprache, indem er die syntaktischen Möglichkeiten des Deutschen an ihre Grenzen führt. Ein Ereignis mit großen Folgen für die Lyrik nach ihm. Zugleich bescheren Rilkes Gedichte ihm eine enorme Leserschaft. Rilkes Popularität ist daher der Ausgangspunkt des Seminars. Wie können seine Gedichte weltweit und bei höchst unterschiedlichen Lesern – bei Philosophen, Lebenshilfesuchern, in Pop und Esoterik und bei den professionellen Kritikern – auf ein Interesse stoßen, das kaum einem deutschen Autor zuteil wird – trotz der Schwierigkeiten, die Rilkes Werke dem Verstehen bereiten? Wir werden die Rekonstruktion des Sinns der einzelnen Gedichte mit der Lektüregeschichte verbinden und methodisch über die Bedingungen des literarischen Verstehens nachdenken. Das Seminar soll ein Modell entwickeln, Rilke zu lesen.

 

 

Universität Osnabrück SoSe 2008

 

›Handwerkszeug‹ - Zu den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens am Beispiel der Edition

Do. wöchentlich 14:15-15:45 Ort: 41/10 

Können Sie alte Handschriften lesen? Was ist der ›Goedecke‹? Wie recherchieren Sie Literatur für Ihre Haus- oder Magisterarbeiten? Und welche Kulturtheorien prägen die philologischen Fertigkeiten, die solche Aufgaben lösen sollen? Im Rahmen einer Exkursion an das Deutsche Literaturarchiv Marbach führt das Seminar in unser nötiges Handwerkszeug ein: Handschriftenkunde, Nachlaßerschließung, Bibliographie, Lexika, Repertorien, Zeitschriftenanalyse, Museumsarbeit; dabei wird dieses Mal die Editionswissenschaft im Vordergrund stehen. Die gemeinsame Edition eines noch unveröffentlichten Gelehrtenbriefwechsels soll die einzelnen praktischen Kompetenzen bündeln helfen.

 

Der Zauberberg 

Fr. wöchentlich 14:15-15:45 Ort: 41/E08

›Der Mensch soll um der Güte und Liebe willen dem Tode keine Herrschaft einräumen über seine Gedanken‹ - kann Thomas Mann in seinem großen Zeitroman ›Der Zauberberg‹ (1924), gerade kraft seine hermetischen Ironie, dem ethischen Gedanken dieses Satzes Gerechtigkeit verschaffen, der an der (auch todesseligen) modernen Gesellschaft Kritik übt? Das Seminar widmet sich, zur Beantwortung dieser Frage, vor allem den narrativen Verfahren des Werks.

  

Geschichte der Germanistik (und anderer Philologien) II

Do. wöchentlich 18:15-19:45 Ort: 41/112

Überblick über Methoden und Geschichte der Germanistik, vor allem im 20. Jahrhundert, mit dem Ziel einer historischen Kritik unseres Fachs, dessen Praxis und der institutionellen Bedingungen; dabei werden andere Philologien in Europa, namentlich in Italien, Frankreich und den skandinavischen Ländern komparatistisch in den Blick genommen, um vor allem über die politische Funktion und Funktionalisierung unseres Faches zu reflektieren.

 

Neue Lyrik - Seminar zu den Erscheinungen der letzten zehn Jahre

Fr. wöchentlich 10:15-11:45 Ort: 41/E07

Wer interpretiert, setzt den Wert seines Gegenstands schon voraus, ob der Wert nun ästhetisch oder als Bildung verstanden wird. In der Gegenwart entbehren wir der Kanonisierungsgeschichte, die den ›Wert‹ etabliert, ohne daß darüber weiter nachgedacht wird. So ist man zugleich freier und hilfloser. Das Seminar versucht - am Beispiel letzter Lyrik - Interpretation und Kritik zu vereinen und überprüft exemplarisch die Entscheidungen der Jury des Huchel-Preises im Jahr 2001 (Preisträger Oskar Pastior): Hätte man sich einen anderen Autor gewünscht? Das Seminar ist mit einer Exkursion an die Universität Heidelberg verbunden: Dort werden wir gemeinsam mit einem Hauptseminar (Prof. Dr. Helmuth Kiesel / Dr. Friedrike Reents) arbeiten, das die Vergabe des Heidelberger Brentano-Preises 2008 vorbereitet. Höhepunkt ist die Teilnahme an der Vergabe des Preises in Heidelberg - mit am Seminar teilnehmen wird voraussichtlich der Lyriker und Kritiker Harald Hartung.

 

 

Universität Osnabrück WiSe 2007/08

 

Einführung (Lyrik)

Zeiten: Do. wöchentlich 14:15-15:45 Uhr
Ort: 41/104

Sechs deutschsprachige Gedichte, einige Übersetzungen aus dem Französischen und ausgewählte poetologische Texte stehen im Mittelpunkt: In der Interpretation stellen sich Fragen der Technik (Prosodie, Syntax), des hermeneutischen Verstehens (und der Subjektkonstruktion) sowie der Interpretationskonflikte und ihrer Geschichte. Im einzelnen lesen wir folgende Gedichte: ›Der Spaziergang‹ (Schiller), ›Wie wenn am Feiertage‹ (Hölderlin), ›Auf eine Lampe‹ (Mörike), ›Ein Traum von großer Magie‹ (Hofmannsthal), ›Psalm‹ (Celan) und ›Wien: Heldenplatz‹ (Jandl). Dazu Übersetzungen von Paul Valéry und Ossip Mandelstam, und folgende, längst kanonischen Betrachtungen der Dichter selbst: Athenäumsfragmente von Friedrich Schlegel ›Der Meridian‹ (Paul Celan), ›Gemeinplätze, die Neueste Literatur betreffend‹ (Enzensberger).

 

Klassische Moderne

Zeit: Do. wöchentlich 18:00-20:00 Uhr
Ort: 41/112

Überblick über die Epoche der ›Klassischen Moderne‹ in der deutschsprachigen Literatur (1870 bis 1930).

  

Lessings ›Emilia Galotti‹ und der Konflikt der Interpretationen

Zeiten: Fr. wöchentlich 14:15-15:45 Uhr
Ort: 41/E08

Lessings Trauerspiel ›Emilia Galotti‹ (1772) greift die römische Virginia-Geschichte auf: Ein Vater tötet seine Tochter, um ihre Keuschheit zu bewahren, und stellt sie als politischen Konflikt zwischen Feudalanspruch und bürgerlicher Selbstbehauptung auf die Bühne. Zugleich verläuft die Interpretationsgeschichte höchst kontrovers: ein Revolutionsdrama, ein Drama sittlicher Autonomie, ein Drama von Todestrieb, von weiblichem Subjekt-Sein, eine Tragödie der Leidenschaften? Unter Einbeziehung von Antikenaneignung und moderner ästhetische Reflexion (Hamburgische Dramaturgie) sucht das Seminar - im Konflikt der Interpretationen - einen Sinn des Werks zu erarbeiten.

 

Rilke

Zeiten: Fr. wöchentlich 10:15-11:45 Uhr
Ort: 41/101

Rainer Maria Rilke (1875-1926) hat die Entwicklung des lyrischen Sprechens und dessen philosophische Reflexion im 20. Jahrhundert maßgeblich bestimmt. Seine große Wirkung, auf die Dichter, aber ebenso auf eine allgemeine Leserschaft hängt - oft paradoxerweise - mit der Freiheit zusammen, die er jenseits des bürgerlichen Lebens, und dennoch formdiszipliniert gewonnen hat, in Auseinandersetzung mit der Malerei seiner Zeit, mit der Psychoanalyse und kraft seiner Empathie für die geschundene Kreatur. Seine Arbeits- und Liebestheorie prägt die Gedichte und ebnet den Wörtern den Weg zu einem eigenen, idiomatischen Sinn. Diesen Beitrag zur Moderne zeichnet das Seminar nach (und vertieft Aspekte der Vorlesung im SoSe 2007); es widmet sich Rilkes gesamtem Werk, etwa den ›Neuen Gedichten‹, dem ›Malte‹-Roman, den ›Sonetten an Orpheus‹, den ›Duineser Elegien‹, aber auch dem Briefwerk und den poetologischen Schriften des Dichters.

 

 

Universität Osnabrück SoSe 2007

 

›Handwerkszeug‹- Zu den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens Exkursion in das Deutsche Literaturarchiv Marbach

Das Potential Europäischer Philologien – Geschichte und Systematik siehe auch Osnabrücker Erklärung  
(Link zur Website der Universität Osnabrück)

Hölderlin

Rilkes Werke und das 20. Jahrhundert

 

Universität Osnabrück WiSe 2006/07

Das antike Drama in der deutschen Literatur - König Ödipus, Elektra, Philoktet (Seminar ab 5. Semester)

Literatur, Universität und Politik um 1968 (Seminar ab 5. Semester)

Methoden der Germanistik - Strukturalismus, Intertextualität, Hermeneutik (Seminar BA ab 5. Semester)

Lyrikinterpretation (Einführungsseminar) 

 

Germanistisches Kolloquium WiSe 2006/07

Hubert Spiegel
Alfred Kerr und die Grundfragen der Literaturkritik 
25.10.2006

Walter Müller-Seidel
Napoleon und Schiller
20.11.2006

Nora Bossong, Stephan Turowski, Hendrik Rost
Lyrik von heute. Drei Stimmen
13.12.2006

Manfred Flügge
Die Spur des Symbolismus bei Heinrich Mann
24.1.2007

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Universität Osnabrück WiSe 2005/06

Antrittsvorlesung: ›Stockungen‹. Wilhelm von Humboldt liest Schiller. Plädoyer für eine Wissenschaftsgeschichte der Literatur

Seminar ›Hofmannsthals Dramen‹

Seminar ›Poetik, Kulturtheorie und Wissenschaft der Moderne: Ausgewählte Texte‹

Vorlesung ›Klassische Moderne‹

Tutorium ›Klassische Moderne‹

Einführungsveranstaltung ›Lyrikinterpretation‹

 

Universität Osnabrück SoSe 2006

Goethes ›Faust II‹ - Interpretationskonflikte

Goethes ›Faust, der Tragödie erster Teil‹

Geschichte der Germanistik. Institution, Wissen und Kultur des Fachs von 1800 bis zur Gegenwart

Paul Celan und die Literatur: Der Gedichtband ›Die Niemandsrose‹

 

University of Wisconsin / Madison

Advanced Composition and Conversation (337, vierstündig, German Department) - Spring Term 2003 (Seminar für undergraduate Studenten)

Contested Urban Futures (Kooperation der Centers for German and European Studies in Madison und an der University of Minnesota / Minneapolis) - Spring Term 2003 (Seminar für graduate Studenten)

 

Universität Stuttgart

Goethes Dramen - WiSe 2000/01 (Hauptseminar)

Geschichte der Germanistik - SoSe 2001 (Vorlesung)

Die klassische Moderne - WiSe 2001/2002 (Vorlesung)

Georg Büchner - SoSe 2002 (Hauptseminar)

Jüdische Intellektuelle: Literatur- und Wissenschaftsgeschichte - WiSe 2002/2003 (Vorlesung)

Geschichte der Germanistik - Vorlesung WiSe 2002/03  

Wie liest man? Die Gedichte Paul Celans - WiSe 2003/2004 (Hauptseminar)

Lyrik der Moderne (frz., dt., russ.) - SoSe 2004 (Hauptseminar)

Geschichte und Methodologie der Germanistik - Vorlesung WiSe 2004/05 (einstündig)

 

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Graduiertenseminar: Peter Szondi und die philologische Praxis (März 2005)

 

Humboldt-Universität zu Berlin

Hugo von Hofmannsthal - WiSe 1998/99 (Hauptseminar)

Goethes Dramen - Interpretation und Kritik - WiSe 1999/2000 (Hauptseminar)

 

Universität Tübingen

›Goethe versus Wagner‹. Die Rezeption von Faust II bei Hofmannsthal und Thomas Mann - SS1994 (Proseminar II)

Hofmannsthals Dramen im europäischen Kontext - WiSe 1994/95 (Proseminar III/Hauptseminar)

Geschichte und Methodik der Interpretation seit 1945 - SoSe 1995 (Proseminar III/Hauptseminar)

 

PH Ludwigsburg

Einführung in die Literaturwissenschaft, WiSe 1988/89 (Proseminar)

Einführung in die Literaturwissenschaft am Beispiel von Werken Friedrich Hölderlins, SoSe 1989 (Proseminar)

Einführung in die Literaturwissenschaft am Beispiel des Werks von Alfred Döblin, WiSe 1989/90 (Proseminar)

Expressionismus, SoSe 1990 (Proseminar)

Einführung in die Literaturwissenschaft am Beispiel von Werken Friedrich Hölderlins und Paul Celans, WiSe 1990/91 (Proseminar)

Gotthold Ephraim Lessing - SoSe 1991 (Seminar)

Hölderlin-Lektüren - WiSe 1991/92 (Seminar)

 

The New University of  Ulster, Coleraine, 1982-1983

Practice in modern German Language  I  

Practice in modern German Language II

Modern German short stories

The novel II

History, politics and culture of the Weimar Republic

 

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